23 Millionen Einwohner zählt die chinesische Stadt Shanghai in der City selbst und in ihrer Peripherie. Über sechstausend Quadratkilometer beträgt die Fläche der Stadt. Die Stadt selbst ist sehr, sehr alt und bereits 4000 vor Christus gab es in diesem Gebiet die ersten menschlichen Ansiedlungen. Es war in der Neuzeit der Opiumkrieg zwischen dem Britischen Empire und China, der die Öffnung 1842 für den Handel mit Europa erzwang. Nach und nach siedelten sich britische, französische, jüdische, amerikanische und japanische Händler und Firmen in Shanghai an. Seide und Tee bestimmten das Geschäft rund um die chinesische Hafenstadt.

Im Jahr 1949 wurde Shanghai von Maos kommunistischen Truppen eingenommen. Das bedeutete ein Ende der Kolonialstadt im herkömmlichen Sinne. Viele ausländische Firmen verlegten ihre Sitze und Aktivitäten nach Hongkong. Die Metropole verlor die Bedeutung, die es bis dahin gehabt hatte, für die nächsten fünfunddreißig Jahre. Erst seit 1985 baute China den Handels- und Industriestandort wieder auf. Denn erst zu diesem Zeitpunkt wurde man sich der günstigen Lage und der Ressourcen der Stadt bewusst und man begann auch, wirtschaftliche Aspekte über ideologische zu stellen.

Seitdem ist die Stadt rasant gewachsen, sie hat allerdings auch sehr unter der Umweltverschmutzung und Smog zu leiden. Aber dieses Problem kennt man ja schon aus allen anderen chinesischen Metropolen und es wird den chinesischen Behörden in den nächsten Jahrzehnten viel Kopfzerbrechen bereiten.  Zu sehen gibt es in der Stadt einiges, wie zum Beispiel die evangelische, deutsch-evangelische Kirche, die 1932 erbaut wurde. Das Oriental Art Center zeigt moderne und traditionelle Kunst und im Shanghai-Museum kann man chinesische Kunst aller Art bewundern. Pagoden, Tempel und Gärten aller Art bereichern das ansonsten eher industriell geprägte Stadtbild. Albert Einstein hatte die Stadt einst besucht und man hat ihm in jüngerer Zeit dort ein Denkmal gesetzt.

Essen kann man in der Stadt Spezialitäten aus der ganzen Welt. Neben den chinesischen Garküchen findet man indische Restaurants und französische Gourmettempel. Einkaufen geht der Tourist in den Shoppingzentren der Nanjing-Straße. In der Metropole findet auch der chinesische Grand Prix in der Formel 1 statt. Und im Jahr 2010 war die Stadt Gastgeber der Weltausstellung Expo, die in der Mercedes-Benz Arena angesiedelt war. Man sieht, dass Europa und die Welt in der chinesischen Millionenstadt wieder sehr präsent sind.

Kategorie: China Städte

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