Die indische Stadt Kalkutta liegt in der Provinz Westbengalen und hat rund 4,5 Millionen Einwohner. Zum ersten Mal wird die Stadt in Schriften um das Jahr 1500 erwähnt. Als die Britische Ostindien-Kompanie 1690 in der Nähe der Stadt ihre erste Niederlassung gründete, waren bereits andere Nationen dort vertreten. Franzosen, Niederländer, Dänen, Armenier und auch Deutsche waren bereits vor Ort.

Zunächst als Handelsgesellschaft, bauten die Briten ihre Vormachtstellung in der Region immer weiter aus und von 1858 bis 1947 war ganz Indien sogar britische Kolonie und Teil des Empire. Das 1871 erbaute Fort William ist eine der Hinterlassenschaften der Engländer. Es diente in unruhigen Zeiten als Rückzugsort für die Kolonialherren und andere Europäer. Heute liegt es größtenteils in militärischem Sperrgebiet und kann nur teilweise besichtigt werden. Der Bau des Victoria Memorial wurde um 1860 zu Ehren der englischen Königin Victoria begonnen und im Jahr 1921 beendet. Herrliche Gärten, Fontänen und Wasserläufe machen es zu einem Prunkstück britisch-indischer Architektur.

Der Marble Palace oder Marmorpalast wurde 1835 von einem reichen Inder erbaut. Er ist mit den Gemälden europäischer Künstler ausgestattet und prunkvoll möbliert. Auch Kalkutta hat eine St. Paul’s Cathedral, die um 1847 errichte wurde. Mitten im Herzen Indiens siebtgrößter Stadt liegt ein Park, in dem sich ein Teil des Lebens der Einwohner abspielt. Es ist der Maidan Park, der seit 1857 besteht. Dort gehen die Einwohner der Stadt sportlichen und kulturellen Aktivitäten nach.

Imposant ist auch die pfeilerlose Howrah-Bridge, die 1947 errichtet wurde. In Indien und somit auch in hier spricht man Hindi und Englisch gleichermaßen.  Die Stadt liegt am Ganges, der bei den Hindus als heilig gilt. Sie waschen sich darin, lassen aber auch Abwässer ungehindert hineinlaufen und nach ihrem Tod wird ihre Asche im Fluss verstreut. Das schafft hygienische Probleme, wie sie in großen Teilen Indiens an der Tagesordnung sind. Touristen sollten deshalb die üblichen Impfungen für tropische Gebiete haben und hygienische Vorkehrungen treffen.

Das Nachtleben der Stadt bietet unzählige Ausgehmöglichkeiten. Es gibt Bars, Nachtclubs, Diskotheken und gute Restaurants, in denen man indische und europäische Küche serviert bekommt.  Indien hat eine Menge sozialer Probleme und es gibt dort sehr viele arme Menschen. Man sollte sich bewusst sein, dass man als Europäer bei einem ersten Aufenthalt in Indien eventuell einen Kulturschock bekommt. Allerdings ist Kalkutta auch nicht gefährlicher als jede große europäische Metropole. In einer Reisegruppe oder mit einem Führer ist man besser aufgehoben als völlig auf sich alleine gestellt.

Kategorie: Indien Städte

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