Bombay oder Mumbai, wie man die indische Metropole inzwischen nennen sollte, ist die größte Stadt Indiens. Alleine im direkten Stadtgebiet leben über 12 Millionen Menschen und im Umland noch etliche Millionen mehr. Die Stadt liegt teilweise auf einer Halbinsel des Arabischen Meeres. Früher gab es hier mehrere kleinere Insel, aber durch Aufschüttungen war ein zusammenhängendes Landstück entstanden. Spuren menschlicher Siedlungen in der Region des heutigen Mumbai datieren Archäologen bis in die Steinzeit zurück.

Das Wort Bombay (Bom Bahia) stammt aus dem Portugiesischen und bedeutet in etwa so viel wie “gute Bucht”. Und es waren auch die Portugiesen, die im Jahr 1508 als erste Europäer noch vor den Briten an der Küste landeten. Die Herrschaft in der Region durch Kolonialmächte sollte bis zur Unabhängigkeit im Jahr 1947 dauern. Bombay ist in den letzten Jahrzehnten rasant gewachsen und in der Stadt werden mehr als 200 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. Es leben neben Buddhisten, Moslems, Christen und Sikhs auch Juden und Parsen in der Stadt. Entsprechend vielfältig präsentiert sich das ganze Stadtbild, aber es kann nicht verborgen bleiben, dass Elend in der Millionenstadt herrscht. Fast die Hälfte der Einwohner lebt in Slums, die einen scharfem Kontrast zu den wohlhabenden Stadtvierteln bilden.

Die Elephanta-Höhlen auf der gleichnamigen Insel wurden bereits im 8. Jahrhundert errichtet. Vor den Höhlen befindet sich ein steinerner Elefant, welcher der Insel und den Höhlen ihren Namen gab. Zarathustra Anhänger und Erben, die Parsen, errichteten einst auf dem Malabar Hill die “Sieben Türme des Schweigens”, deren Funktion ein wenig makaber anmutet. Denn in die hohen Türme legten und legen sie ihre Toten, die dort von Vögeln verspeist werden. Aus dem Jahr 1905 stammt das Prince of Wales Museum, das wie die Stadt selbst nun einen indischen Namen trägt. Die Frage ist nur, ob ein Tourist ihn aussprechen kann, denn er lautet Chhatrapati Shivaji Maharaj Vastu Sangrahalaya.

Musik, Tanz und Film wird ganz groß geschrieben in der Stadt. Sie ist das Zentrum klassischer, aber auch moderner indischer Kultur. Man findet aber nicht nur indische Musik und Bollywood in der Stadt, sondern auch amerikanische und europäische Gruppen geben dort Konzerte. Bars, Diskotheken und Restaurants aus aller Herren Länder ergänzen die indische Ess- und Trinkkultur. Nicht nur die Spuren der Kolonialherren prägen das Nachtleben, sondern man hat sich kulinarisch auf internationale Gäste eingestellt.

Kategorie: Indien Städte

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