Um gleich das erste Vorurteil aus der Welt zu räumen: Venedig ist nicht so teuer, wie man gemeinhin denkt – sofern man sich die Mühe macht, etwas außerhalb der Touristenhotels eine Bleibe zu suchen. Unser kleines Hotel war zwar einfach, aber schön sauber und für unseren Geldbeutel gerade richtig. Unseren Venedigurlaub starteten wir mit einem Stadtbummel bei strahlend schönem Wetter. In gerade mal zehn Minuten erreichten wir vom Hotel aus die Rialto-Brücke. Touristen aus aller Welt tummelten sich hier und erkämpften sich ihre Fotos fürs Familienalbum. Doch trotz der vielen Menschen bot der Anblick von der Brücke aus ein malerisches Bild. Es ist tatsächlich so romantisch wie im Fernsehen. Direkt hinter der Rialto-Brücke entdeckten wir dann die Weinbar Ai Rusteghi, wo es nicht nur leckeren Chianti, sondern auch die “cicheti” gab, die typischen kleinen Snacks in Venedig. Von diesen gestärkt bummelten wir weiter durch die verwinkelten Gässchen und staunten über die hektischen Japaner mit ihren Fotoapparaten, die scheinbar jeden einzelnen Winkel Venedigs festhalten wollten.

An jeder Ecke gab es die berühmten venezianischen Masken, Schmuck und Ledertaschen zu kaufen, überall roch es nach Pizza und Pasta und alles war etwas zu hektisch. Deshalb suchten wir uns ein etwas abgelegeneres Café, wo es leckeren Cappuccino und Eis gab. Und das vor allem bezahlbar. Danach machten wir uns auf zum Markusplatz, wo wir wieder auf die von Kameras behängten Touris trafen, die sich ungeduldig vor dem Markusturm drängten. Trotz der langen Schlange stellten wir uns hinten an, weil wir Venedig gerne noch von oben sehen wollten. Das lange Warten hat sich wirklich gelohnt, der Ausblick über die Stadt und die Bucht war überwältigend. 98 Meter ist der Glockenturm der Markuskirche hoch und sogar ein Münztelefon gab es hier oben, von dem aus man seine Lieben zu Hause anrufen konnte.

Natürlich konnten wir nicht umhin, Venedig auch aus der “Wasser-Perspektive” zu erkunden. Wir lösten ein Ticket für eines der vielen Boottaxis und ließen uns durch die romantischen Wasserstraßen Venedigs kutschieren. Aber schön war es trotzdem, die tollen Häuserfassaden mit der vielen frisch gewaschenen Wäsche auf den unzähligen Wäscheleinen – ganz so wie man es aus Filmen kennt, nur noch viel schöner. Abends ließen wir uns vom venezianischen Flair bei Nacht verzaubern. Der Hafen sah wahnsinnig schön aus mit den Abertausenden von Lichtern und den Booten, die vor der Bucht vorbeifuhren. Das Wasser plätscherte ruhig an die Kaimauern und wir fanden ein gemütliches Restaurant direkt am Wasser.  Wir fühlten uns nach unserem Wochenende in Venedig jedenfalls gut erholt und träumen inzwischen schon von unserem nächsten Italienurlaub.

Kategorie: Italien Reiseberichte

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