Wer in die japanische Stadt Hiroshima reist, der wird tief eintauchen in die dramatischen Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges. Denn auf diese Stadt warfen amerikanische Flugzeuge am 6. August 1945 die erste Atombombe ab. 250000 Opfer starben sofort oder an den Folgen der Radioaktivität und die Stadt wurde fast völlig dabei zerstört. Deshalb bietet sich dem Besucher der Millionenmetropole auch ein sehr modernes Stadtbild. Alles in Hiroshima erinnert an den Atombombenabwurf und die Stadt ist zu einem internationalen Zentrum der Friedensbewegung geworden. Die Denkmäler, die Bauten und die Parks mit ihren Skulpturen widmen sich fast ausschließlich diesem Thema. Sie kann der Tourist die Atombombenkuppel besichtigen, das Friedensmuseum mit dem Kenotaph oder den Friedenspark mit der Friedensglocke und dem Friedensturm. Es kommen viele Touristen in die Stadt, aber es ist eine andere Art von Tourismus als der, der sonst so üblich ist. Es geht leiser und nachdenklicher zu in dieser Stadt, die wie Nagasaki für Japans Rolle im Zweiten Weltkrieg bitter bezahlen musste.

Die Stadt liegt im Süden der japanischen Hauptinsel Honshu und sie ist etwa 1200 Kilometer von Japans Hauptstadt Tokio entfernt. Wer nach Hiroshima reist, kann eine Menge über den Zweiten Weltkrieg, über Atombomben und über Strahlenopfer lernen. Eine vergnügliche Sightseeing-Tour wird das mit Sicherheit nicht werden, denn dazu steht die Stadt zu sehr unter dem Einfluss jener Geschehnisse. Die Hafenstadt lebt neben dem Tourismus von der Fischerei und von der Reederei. Die japanische Autoindustrie ist mit der weltbekannten Automarke Mazda präsent. Hier befindet sich der Hauptsitz und ein Teil der Fabrikationsanlagen. Auch Zulieferbetriebe der Autoindustrie haben sich in der Stadt angesiedelt. Zu den internationalen Partnerstädten dert Stadt gehören beispielsweise das deutsche Hannover und das amerikanische Honolulu.

Es gibt auch Kulinarisches und Sportliches aus der Stadt zu berichten. Hiroshimas Spezialität heißt Okonomiyaki und jeder Besucher der Stadt sollte es einmal probiert haben. Teig, Gemüse, gebratene Nudeln und nach Saison auch Austern bilden die Grundlage für dieses Gericht, das auch europäischen Gaumen vorzüglich mundet. Dazu trinkt man Bier, Sake oder Cocktails, die vor allen Dingen bei den japanischen Frauen sehr beliebt sind. Das Mazda Zoom Zoom Stadion, wie es liebevoll von den Einwohnern Hiroshimas genannt wird, bietet sportliche Events. Hier wird vor allen Dingen Baseball gespielt. 32.000 Besucher passen in dieses Stadion, das erst im Jahr 2009 eröffnet wurde. Es ist schon erstaunlich, wie viele kulturelle und sportliche Eigenheiten die Japaner von ihren einst so verhassten amerikanischen Besatzern übernommen haben.

Kategorie: Japan Städte

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