Eine Reise nach Nepal endet meist mit einer Landung auf dem Flugplatz seiner Hauptstadt Kathmandu. Da diese in einem engen Talbecken auf einer Höhe von circa 1.300 Meter Höhe liegend von bis zu 2.700 Meter hohen Bergen regelrecht umschlossen wird, bietet dessen  Anflug bereits ein erstes, oft etwas zwiespältig aufgenommenes Erlebnis.

Spätestens, nachdem über breite Straßen das am rechten Ufer des Flusses Bagmati liegende Stadtzentrum erreicht wird, aus dem die wie Relikte längst vergangener Zeiten wirkenden Dächer der Tempel und Pagoden ragen, wird dieses jedoch vom Gewirr der zwischen Einwohnern und Touristen verkehrenden Autobusse, der knatternden Motorrikschas und Taxis jeden Alters übertroffen. Die so gewonnenen ersten Eindrücke von Kathmandu, das mit seinen rund einer Million Einwohnern das politische und kulturelle Zentrum des Landes darstellt, werden beim etwas mühsamen Gang durch die von Fußgängern überquellenden engen Gassen der Altstadt schon bald ergänzt und auf fast märchenhafte Art erweitert.

Dies bewirken zum einen die auf den Stufen der zahllosen Tempel hockenden Straßenhändler, die ihr vielfältiges Warenangebot anpreisen ebenso wie die in den winzigen Läden der Altstadt erhältlichen, mit farbigen Pailletten bestickten Saris und Tücher, die Ketten aus bunten Glasperlen und nicht zuletzt die unzähligen als Souvenir angebotenen Kultgegenstände und Gebetsmühlen.

Dies alles erscheint jedoch fast unbedeutend, wenn die für den Touristen kaum vorstellbare Pracht der mehrstöckigen Pagoden, riesiger buddhistischer Stupas und prunkvoll verzierter, oft vergoldeter hinduistischer Tempel zum Greifen nah ins Blickfeld rückt. Immer wieder sind an ihnen die Figuren der von den Nepalesen verehrten Götter zu erkennen, unter denen Vishnu, Shiva und Durga eine besondere Rolle spielen. Eine “lebende Göttin” in Gestalt eines jungen nepalesischen Mädchens lebt in einem mit wertvollen Holzschnitzereien verzierten dreistöckigem Gebäude. Von dessen Innenhof aus ist ihr Antlitz mit etwas Glück hinter einem der Fenster zu erhaschen. Sie, die als Inkarnation der von Buddhisten und Hindus gleichermaßen verehrten Göttin Kali hier von Dienern umgeben in Abgeschlossenheit lebt, wird nur an einigen Feiertagen in einem geschmückten Tempelwagen durch die Straßen Kathmandus gefahren.

Wer sich in Nepals Metropole aufhält, der sollte es nicht versäumen, auch die prachtvollen religiösen Bauwerke am Rande der Stadt zu besuchen. Zu ihnen gehört die am Bagmati liegende Tempelanlage Pashupatinath, vor dem am Flussufer auch die Verbrennungsstätten der Gläubigen liegen. Sehenswert ist in jedem Fall auch die Stupa von Bodnath, die mit ihren 36 Metern Höhe zu den größten in der Welt gehört und mit dem Swayambhunath eine der ältesten buddhistischen Tempelanlagen.

Kategorie: Nepal Städte

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