Geburtstage sind für mich normalerweise fürchterlich. Doch letztes Jahr bekam ich von meinem Mann den längst ersehnten Wohnwagen als Geburtstagsüberraschung. Die Freude meinerseits und der Kinder war groß und schon im August wollten wir die erste größere Reise machen. Nach Spanien an die Costa Brava. Über 1000 Kilometer mit Kind und Kegel. Na, wenn das mal gut geht, dachte ich mir. Doch die Fahrt war angenehmer als ich dachte, wir fuhren nachts und die Kids schliefen fast die gesamte Strecke durch. Kurz vor der spanischen Grenze standen wir leider noch 2 Stunden im Stau, was mithilfe der Klimaanlage aber halbwegs erträglich blieb.

Der Campingplatz “La ballena alegre” war wirklich ein Traum. Sauber, freundliches Personal, gutes Essen, alles prima. Für die Kinder gabs für jede Altersgruppe was, sie konnten basteln, sich schminken lassen, es gab Spiele und eine Kinderdisco. So konnten auch wir Eltern super entspannen. Der Strand war einfach klasse, richtig lang und vor allem breit und mit einem traumhaften Wasser. Ehrlich gesagt der schönste Strand, an dem wir bisher waren.

Die ersten Tage verbrachten wir ausnahmslos auf der Anlage, entweder am Strand, an den Pools oder beim Minigolfen. Die Kinder waren mit den Animationen vollauf beschäftigt und brachten täglich neue Gipsfiguren, bunt bemalte Gläser oder Origamifiguren mit. Doch ich wollte unbedingt auch noch was von der Umgebung sehen. Deshalb überredete ich meine Meute, zu den Ruinen von Empuries zu fahren. Auf der Hinfahrt noch nicht ganz so begeistert, änderte sich die Stimmung der Kids, als wir durch die riesige Anlage liefen und die noch gut erhaltenen Mosaikböden und das Amphitheater besichtigten. Auch das kleine Museum war für die Mädels unerwartet spannend. So war es doch mal etwas anderes, die römisch-griechische Geschichte hautnah zu erleben und nicht nur aus schnöden Geschichtsbüchern zu lesen.

Noch aufregender für die Kids war natürlich unser Besuch im Aquapark in Roses. Am Eingang mussten wir zwar ewig warten und der Eintritt kostete ein kleines Vermögen, aber zumindest hat es sich gelohnt. Neben mehreren Riesenrutschen, von der die zwei großen kaum mehr wegzubekommen waren, gab es eine Kletterwand über dem Wasser, die vor allem Jana komplett begeisterte. Außerdem gab es ein Wellenbad, eine Art “Fluss”, auf dem man mit Booten fahren konnte, eine Rutschbahn mit Schwimmreifen und den Aquaroc, von dem man sich fast senkrecht herunterfallen lassen konnte. Jedenfalls nichts für mich. Auch für die Kleine war einiges geboten: kleine Boote, Spielplätze, Rutschen; und vor allem das Piratenboot gefiel ihr. Nur das Wasser, das von oben kam, machte ihr Angst, da konnte nur noch ein tröstendes Eis helfen.

Einen weiteren Ausflug unternahmen wir zum Botanischen Garten nach Blanes. Nicht nur die Anlage war wunderschön, auch die Aussicht über die Bucht war fantastisch. Also, wer romantisch heiraten möchte, der sollte es hier tun! Einen Tag verbrachten wir noch im Dali Museum und im Schmetterlingspark von Empuriabrava, einem der größten in ganz Europa. Alles in allem ein wunderschöner Urlaub, den die ganze Familie so schnell nicht vergessen wird.

Kategorie: Spanien

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