Vietnam wird bei Touristen immer beliebter. Rucksackreisende und Kulturinteressierte kommen schon seit Jahrzehnten, in letzter Zeit wird auch das Angebot an der immerhin 3.000 km langen Küste ausgebaut. Neben der Hauptstadt Hanoi im Norden ist Ho Chi Minh Stadt im Süden das wichtigste und größte Zentrum Vietnams. Die Stadt, die auch Saigon heißt, ist lebendig, modern und zeigt dennoch viel von der Kolonialvergangenheit des Landes. Das Klima ist tropisch, der Sommer regenreich und das Frühjahr heiß. Januar und Februar sind trocken und mit Temperaturen zwischen 20°C und 30°C noch relativ kühl.

Man erreicht Ho Chi Minh Stadt über den Flughafen Tan Son Nhat International Airport (SGN) von vielen asiatischen Städten aus. Es gibt auch Nonstop-Flüge aus Europa, darunter aus Frankfurt. Vor Ort kann man sich gut mit Bussen, Taxis, Motorradtaxis und Cyclos fortbewegen. Viele Cyclo-Fahrer sind bestens auf Touristen eingestellt und führen auf Englisch durch die Stadt. Den Fahrpreis sollte man vorher aushandeln. Wegen des chaotischen Straßenverkehrs wird davon abgeraten, selbst ein Auto zu mieten.

Die Stadt ist sehr weitläufig. Touristisch interessant sind das Zentrum (District 1) und das Chinesische Viertel namens Cholon. Es gibt zahlreiche Pagoden, wie die Vinh Nghiem Pagode mit sieben Dächern übereinander, sowie Hindutempel, eine große Moschee und die Kathedrale Notre-Dame, ein bedeutendes Zeugnis der französischen Kolonialgeschichte. Im Kolonialstil ist auch das Rathaus erbaut, das wegen der großartigen Beleuchtung ein beliebtes nächtliches Fotomotiv ist. Das riesige Hauptpostamt stammt von Gustave Eiffel und ist unverändert erhalten. Das Historische Museum zeigt die frühere Geschichte Vietnams, während das Kriegsopfermuseum hauptsächlich dem US-Vietnamkrieg gewidmet ist. Wer sich dafür interessiert, sollte sich auch die Cu Chi Tunnel ansehen. In diesem Tunnelsystem von 200 km Länge auf mehreren Etagen hielten sich die Partisanen bis 1975 versteckt. Es war eine richtige kleine Stadt mit Schlafräumen, Krankenzimmern und Schulen. Man sollte sich vorher gut informieren, um zu den echten Tunnels zu gelangen, denn Touristen wird oft nur ein Nachbau gezeigt.

Abends kann man über die Flaniermeile Dong Khoi spazieren oder einen Blick auf die Champs Elysées des Ostens, die Nguyen Hue, werfen. Das Essen ist überall sehr gut, neben einheimischer Küche findet man viele französische und internationale Restaurants. Beliebt sind Ausflüge ins Mekongdelta südlich von Ho Chi Minh Stadt, auch mit Übernachtungen bei Einheimischen. Viele Städte in der Umgebung sind gut mit Bussen zu erreichen. Bahnliebhaber können in 30-40 Stunden bis Hanoi fahren.

Kategorie: Städte Vietnam

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